Leben und arbeiten in der Schweiz

LEBEN IN DER SCHWEIZ
Die Tageszeitungen, das Fernsehen wie auch das Radio sowie unzählige Internetseiten helfen Ihnen, sich mit dem Leben in der Schweiz vertraut zu machen.

ANMELDUNG
Wenn Sie länger als drei Monate in der Schweiz wohnen und/oder einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, müssen Sie sich innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft bei Ihrer Wohngemeinde anmelden. Die Anmeldung muss in jedem Fall vor der Aufnahme der Erwerbstätigkeit erfolgen.
ÜBERSIEDLUNGSGUT
Verlegen Sie Ihren rechtlichen Wohnsitz in die Schweiz, können Sie Hausrat, Haustiere, Fahrzeuge und persönliche Gegenstände gebührenfrei als sogenanntes Übersiedlungsgut einführen. Bei der Einfuhr ist dem Zollamt das Formular 18.44 (Erklärung/Abfertigungsantrag für Übersiedlungsgut) im Doppel vorzulegen. Dieses können Sie von der Website der Eidgenössischen Zollverwaltung herunterladen oder bei den Schweizer Vertretungen im Ausland (Botschaften und Konsulate) beziehen.
LEBENSKOSTEN
Die Lebenskosten in der Schweiz sind sehr hoch. Zürich und Genf gehören gar zu den teuersten Städten der Welt. Nicht nur die Wohnungen sind teuer, sondern auch die Lebensmittel. Das Gleiche gilt auch für die obligatorische Krankenversicherung, deren Prämien jedoch nicht direkt vom Lohn abgezogen werden.
WOHNEN
Die bewohnbare Fläche der Schweiz ist sehr klein. Die Schweizer Bevölkerung ist vor allem im Mittelland angesiedelt. Seit einigen Jahren ist der Wohnungsmangel in den Grossstädten akut, weshalb die Preise entsprechend hoch sind (mehr als 20% des Durchschnittslohns). Es kann sich somit als schwierig erweisen, eine geeignete
Wohnung zu finden. Der Zustand der Mietwohnungen ist in der Regel sehr gut, die Küchen sind meist mit einem
Kühlschrank, einem Kochherd usw. ausgestattet. Um eine Wohnung zu finden, empfehlen wir Ihnen die spezialisierten Websites zu besuchen. Oder wenden Sie sich an die Immobilienverwaltungen Ihrer zukünftigen Wohnregion.
EINKAUFEN
In den grossen Agglomerationen gibt es zahlreiche Supermärkte und Geschäfte aller Art. In den Städten sind diese über Mittag meistens geöffnet. Am Samstag wird ab 16 oder 17 Uhr geschlossen, und am Sonntag sind die Geschäfte zu. Am Donnerstag- oder Freitagabend sind sie länger geöffnet, normalerweise bis 20 oder sogar 21 Uhr. In den grösseren Bahnhöfen sind die Läden teilweise bis 20 oder 22 Uhr sowie samstags und sonntags offen.
FREIZEIT
In der Schweiz gibt es unzählige Clubs und Vereine. Diese Vereinigungen spielen bei der Integration ausländischer
Staatsbürger und Staatsbürgerinnen eine sehr wichtige Rolle. Fragen Sie beim Einwohneramt Ihrer Gemeinde nach einer entsprechenden Liste. Das kulturelle Angebot ist vor allem in den grossen Städten vielfältig. In den Dörfern werden die kulturellen und sportlichen Aktivitäten von den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst organisiert. Neben Fussball sind Wandern und Radfahren die populärsten Sportarten.

 

STEUERN
Einkommenssteuern werden in der Schweiz sowohl vom Bund (Bundessteuer) als auch von den Kantonen  und Gemeinden (Staats- und Gemeindesteuer) erhoben. Da jeder der 26 Kantone ein eigenes Steuergesetz kennt, ist die Steuerbelastung in den einzelnen Kantonen unterschiedlich. Grundsätzlich haben Steuerpflichtige jährlich eine Steuererklärung auszufüllen, mit welcher die Einkommens- und Vermögensteuer ermittelt werden. Ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, welche keine Niederlassungsbewilligung C besitzen, ihren steuerrechtlichen Wohnsitz jedoch in der Schweiz haben, werden die Steuern direkt vom Lohn abgezogen (Quellensteuer). Bei Bruttolöhnen über CHF 120’000.– wird im Nachhinein eine Abrechnung vorgenommen. In bestimmten Kantonen wird die Kirchensteuer von allen Steuerpflichtigen erhoben! Die Steuererhebung für Grenzgängerinnen und Grenzgänger hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Wohnort und dem Arbeitsort, sowie von weiteren besonderen Faktoren wie dem Lohnniveau ab. Die Schweiz hat mit zahlreichen Ländern Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung abgeschlossen.

 

Quelle: www.estv.admin.ch und weitere